the das

dope ass shit, direkt vom amerikanischen hinterland. alle unsere klamotten stammen aus new mexico, colorado, nevada, arizona, und california – “made in america” lang bevor AA den mindestlohn bezahlte und die weiblichen angestellten belästigte. von tief im herzen des herzens des landes, bringen wir euch: VALLEY NIGHTS VINTAGE.

 

love and clothing in thriftlandia

8 uhr morgens, und los gehts - der frühe vogel bekommt den wurm! acht, neun, zehn läden an der autobahn entlang, dienstags discount im dritten gang, dollar bins in gang nummer vier. unsere zelte in der dachbox und unsere mountainbikes hinten drauf, die autobahn ist unser zuhause.

in secondhand läden so gross wie texas, kämmen wir durch die stander, ergötzen uns fuer 80er und 90er gold. ein muster fällt auf, ein schnitt fängt das licht. in autobahn ladenzeilen und kirchen flohmärkte, durchgraben wir den abfall der konsumkultur, füllen den wagen mit neon und navajo, für immer unterwegs.  

das leben wird zu einer unschärfe von leuchtstofflampen und mottenkugelgerüchen, vorbeirauschende shopping plazas, das metallisches gefühl der kleiderbügel an den fingern, das geräusch von soft rock über körnige lautsprecher, hintergrundmusik zu unserem behälter-grabend-flow. städtische zersiedelung trifft großen himmel, canyon camping  liefert cowboy rausch. wir sind mit den spanischen familien und essen $ 1 tacos aus dem parkplatz LKW, mit die alten frauen auf festen einkommen und schlürfen kaffee aus der thermoskanne. wir sind auto leute, trödel leute, horchata-aus-einem-styropor-becher leute, deal jäger, rumpel gräber, schatzsuchende. wir leben autobahn tage und valley nächte, verschütten muskelshirts und joggers aus der rückseite des kombiwagens, beobachten sie hochfliegend in den rückspiegel, über das land durch den wind getragen …

 

deutsch.amerikanisches.freundschaft

… und wenn wir montagmorgen auf die berliner strassen stolpern, gucken wir zu während diese gengenstände sanft segeln durch den grauen himmel über die stadt, winken ihn hallo, diese schätze die wir mit uns gebracht haben in unser adoptives zuhause.

 

wenn nur der wind so nett wäre! in der tat haben wir unsere schätze sorgfältig gefaltet, sie in beutel verdichtet und die luft rausgesaugt, sie in schachteln gestopft, auf frachter gepackt, und üeber den atlantik geschickt. es ist jetzt noch die nachtschwärmer phase, die alles DIY phase, die graben sie es, laden sie es, treideln sie es phase, die hufe schwingen zum flohmarkt um 7 uhr morgens phase, glitzern noch in die haare, 100 kilo standbedarf auf den rücken.

 

berlin, we love you. du bist the heimat of our soul. wir hoffen du findest es gut was wir dir mitgebracht haben aus unsere andere, ferne heimat.

 

 

 

transparenz (oder nur die jüngste eingebildete performance von wokeness?)

 

wir hoffen auch, dass du uns helfen wirst dahinterzukommen. teilt eure gedanken mit uns (im ernst, kein ami talk). wie ihr, haben wir auch die schnauze voll mit den aggressiven neoliberalen entwicklung dieser stadt in den letzten jahren. spätkapitalismus im overdrive; chris dercon takeover! wir sind nicht ganz sicher, was wir hier machen, es ist alles ein experiment - aber wir müssen die (schnell ansteigende) miete irgendwie bezahlen, also ... los gehts!

fragen im überfluss. wie wird “wert” erstellt? ist verkauf eine marke mehr oder weniger korrupt als verkauf eines konsumgutes? was ist eine annehmbare menge an gewinn in einer gesellschaft, die durch eine grob ungleiche verteilung gekennzeichnet ist? wie beurteilt man einen “fairen preis” in einem grundsätzlich unfairen marktkontext? wie lebt man mit den konsequenzen der gentrifizierung, ohne zur gentrifizierung beizutragen? wie respektiert man lokale kultur und tragt gleichzeitig zum multikulturalismus bei? wir haben keine klaren antworten (wer hat sie blos?), wollen aber so offen wie möglich mit euch sein, während wir versuchen, sie herauszufinden.

in solidarität,

jenna, sara, & josh

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